Was ist Botulinum

Was ist Botulinum

Der Wirkstoff Botulinumtoxin ist ein Exotoxin, welches aus einem nicht toxischen Protein (Clostridum botulinum) gewinnen wird. Dieses Bakterium wird in sieben Typen unterschieden, welche die Kennzeichnungen A, B, C, D, E, F sowie G aufweisen. Vor allem Typ A, der in Deutschland in Botox, Xeomin oder Dysport zugelassen wurde sowie auch Typ B, welcher in Neurobloc enthalten ist, ist in Deutschland bekannt. Botulinumtoxin Typ A wird zudem gerne in der Schönheitschirurgie bzw. plastischen Chirurgie verwendet.

Die Geschichte von Botulinumtoxin Typ A 

Vor rund 150 Jahren wurde festgestellt, dass Botulinumtoxin sehr wohl ein Gift darstellt, das Nahrungsmittelvergiftungen verursacht. Beschrieben wurde das Gift von Dichter und Arzt Justinus Kerner, der auch in seinen Schriften berichtete, dass Botulinumtoxin auch als therapeutische Form angewandt werden könnte. Vor allem im Bereich der Bewegungsstörung könnte Botulinumtoxin seine Anwendung finden. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde Botulinumtoxin jedoch durch den Arzt A. Scott verwendet, welcher Botulinumtoxin Typ A in die Augenmuskel injizierte und somit den Blepharospasmus behandelte. Heute findet Botulinumtoxin Typ A seine Anwendung auch in der Faltenbehandlung (Botox Spritze).

Die Anwendung von Botulinumtoxin Typ A

Botulinum wird in die Muskulatur injiziert. So ist es möglich, dass durch die neuromuskuläre Blockade etwaige schlaffe Lähmungen verschwinden und somit die Faltenbehandlung seine Wirkung zeigt. Mit Botulinumtoxin Typ A ist es somit möglich, dass Falten im Gesicht behandelt werden. Die Wirkung zeigt sich nach der Verabreichung der Injektion innerhalb der ersten drei Tage. Durchschnittlich hält die Wirkdauer rund 3 Monate an. Ebenso wird Botulinumtoxin Typ A auch in die Schweißdrüsen der Achsel gespritzt, um somit die Schweißbildung zu verhindern.  weitere Infos gibt ihnen gerne auch smoothline.de

Wann darf Botulinumtoxin Typ A nicht verwendet werden

Doch Botulinumtoxin Typ A bietet auch einige Nebenwirkungen. So ist es möglich, dass durch die falsche Verabreichung in den Muskeln sehr wohl Lähmungen auftreten können. Diese Nebenwirkungen – die Lähmung – kann jedoch behandelt werden. Grundsätzlich gelten alle Nebenwirkungen von Botulinumtoxin Typ A als reversibel. Dennoch gibt es Grunderkrankungen, welche die Verabreichung von Botulinumtoxin Typ A untersagen. So etwa bei Myopathien wie auch während der Schwangerschaft und Stillzeit als auch bei Motoneuronerkrankungen. Ebenfalls sollte man während einer Antikoagulantien Behandlung – beispielsweise mit Marcumar – auf die Behandlung mit Botulinumtoxin Typ A verzichten.