Handwerk: Die Arbeit der Tätowierer

Handwerk: Die Arbeit der Tätowierer

Kunst, die unter die Haut geht – die Arbeit als Tätowierer
Längst ist die Zeit vorbei als nur finster Rocke, Piraten, Gangmitglieder und Co Tattoos getragen haben. Tattoos und Piercings haben es geschafft, in der Gesellschaft anerkannt zu sein.

Zurzeit gibt es in Deutschland  und Schweiz ungefähr 10000 Tattoo Studios, Tendenz steigend.
Wie viele Studios es genau gibt, ist nicht bekannt.
Meisten besteht die Möglichkeit, sich auch ein Piercing im Studio stechen zulassen
Wer mit dem Tätowieren Geld verdienen will, kann dies ohne eine Ausbildung oder ein Studium machen. Lediglich ein Gewerbeschein und eine Tattoomaschine werden benötigt.

Voraussetzungen
Um ein guter Tätowierer zu werden, benötigt man neben eine ruhige Hand und etwas Talent auch eine künstlerische Seite.
Ähnlich wie bei einem Kunststudium sollte man sich eine Mappe mit selbst gestalteten Werken anlegen. Diese Mappe sollte selbstverständlich gepflegt aussehen.

Es gibt zwar keine offizielle Ausbildung zum Tätowierer, aber in den meisten Fällen lernt man bei einem „Alten Hasen“ der das Handwerk beherrscht.
Solch eine „Ausbildung“ dauert oft mehrere Jahre, Jahre in denen man viel scheiß und nerven steckt bist man endlich an einem Kunden darf.
In der Regel ist allerdings der erste eigene Kunde man selbst.
Zuvor hat man unzählige Stunden mit dem Zeichnen und stächen auf Schweinehaut verbraucht.
Sind die Lehrjahre vorüber, reist man als Gasttätowierer durch die Welt oder eröffnet einen eigenen Laden.

Tättoowieren ist ein Knochenjob
Doch die Arbeit als Tätowierer wird gerne unterschätzt.
Ein Tattoo-Kunstwerk dauert gerne mehrere Stunden, dass so etwas nicht an einem Tag möglich ist scheint klar zu sein aber dennoch verbringt ein Tätowierer Stunden damit seine Hand ruhig zuhalten und sich keine Fehler zu erlauben, denn was einmal in der Haut ist das beleibt auch in der Haut.
Wenn ein Tätowiere nicht gerade damit beschäftigt ist, am Lebenden Köper ein Kunstwerk zu vollbringen, Zeichnet er die Skizze für den nächsten Kunden.
Auch nicht zu vergessen sind die Finanzen, die Buchhaltung ist in den meisten Fällen die Aufgabe vom Tätowierer selbst.
Und dann muss man auch noch darauf achten das der Laden jederzeit sauber ist.
Schließlich ist jeder Nadelstich der Tattoomaschiene eine kleine Wunde die sich schnell entzünden
kann, wenn die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden.

Stars wie „Ami James“ oder „Chris Núñez“ bekannt aus der TV-Serie Miami Ink werden gefeiert wie Rock-Stars. Auf riesigen Messen wie der „Tattoo-Convention“ in den Dortmunder Westfalenhallen. Auf solchen Szenetreffen gibt es natürlich auch die Möglichkeit sich ein Tattoo stechen zulassen.